„Das Tor zur großen Welt“

Mit dem Kauf eines alten Güterbahnhofes im Jahr 2005 befindet sich unser Firmensitz nun in Neumühl im Duisburger Norden. Nach einer langen Umbauphase dieses historischen Gebäudes haben wir endlich ein adäquates Zuhause gefunden.

Die Geschichte des Neumühler Bahnhofs beginnt in einer Zeit, als der heutige Duisburger Stadtteil Hamborn noch eine Ansammlung kleiner Dörfer an der Grenze zur damaligen Großstadt Ruhrort war. In den 1870er Jahren entstand mit der sogenannte Emschertalbahn die 10,4 Kilometer lange Strecke Sterkrade (heute Oberhausen) - Neumühl - Ruhrort und der Bahnhof Neumühl. Die Hamborner sprachen vom „Tor zur Welt“.

Der Güterverkehr war in Neumühl vorherrschend, der Personenverkehr folgte erst an zweiter Stelle. Trotzdem war für die Bevölkerung der damaligen Zeit gerade die Strecke nach Ruhrort etwas besonderes. „Morgen fahre wej no de Ruhr.“ hieß es dann. In Ruhrort befand sich das Amtsgericht und dort wurden auch alle größeren Einkäufe getätigt. Wenn der Hamborner oder Neumühler einmal „etwas erleben“ wollte, machte er eine Reise nach Ruhrort oder Sterkrade. Und gerade wenn in Hamborn oder Sterkrade Kirmes war, hatte der Neumühler Bahnhof seine großen Tage.

Trotz des Baus eines zweiten Bahnhofs in Hamborn um die Jahrhundertwende blieb Neumühl bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts ein Verkehrsknotenpunkt mit Wartesaal und viel besuchtem Restaurant. Das Jahr 1933 bedeutete dann aber schon das Ende für den Personenverkehr. Die damalige Reichsbahn schloss die Fahrkartenausgabe. Von da an wurde der Bahnhof nur noch für den Güterverkehr genutzt.

Nach der Stillegung in den 60er Jahren wurde der Bahnhof vielfältig genutzt oder bewohnt, vom Kartoffelhändler bis zur kulturellen Verwendung in den 80er und 90er Jahren. 1990 verkaufte die Bundesbahn den alten Bahnhof an zwei Duisburger Unternehmer. Im Jahr 2005 schlugen wir dann ein neues Kapitel im Neumühler „Tor zur Welt“ auf. Das alte Güterdepot neben dem Hauptgebäude erwies sich als die geeignete Immobilie.